Vasektomie-Zentrum Mittelbaden
Klinikum Mittelbaden
Klinik Bühl
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Die Vasektomie ist die zuverlässigste Verhütungsmethode für den Mann, bei der über eine kleine Schnitte am Hodensack die Samenleiter durchtrennt und unterbunden werden. Dies führt dazu, dass keine Spermien mehr in die Samenflüssigkeit gelangen können.
Dr. Bauer ist unser Spezialist für Vasektomien in der Bühler Klinik des Klinikums Mittelbaden. Er führt diesen Eingriff jährlich mehr als 200 Mal durch.
Die Vasektomie ist zwar ein relativ ein kleiner operativer Eingriff – betrifft jedoch ein sehr sensibles Organ: den männlichen Genitalbereich. Urologen sind die Fachärzte für die männlichen Geschlechtsorgane, was sie von allgemein tätigen Chirurgen bzw. anderen Fachärzten unterscheidet.
Ein großer Teil der urologischen Weiterbildung und der täglichen urologischen Praxis konzentriert sich auf Hoden, Nebenhoden, Samenleiter, Prostata und die männliche Sexualfunktion. Eine Vasektomie gehört damit zum ureigenen Kerngebiet der Urologie.
Ein Facharzt für Urologie bringt daher mehrere entscheidende Vorteile mit:
1. Höchste anatomische Expertise
Urologen kennen die feinen anatomischen Strukturen des Samenleiters und seiner Umgebung bis ins Detail. Das reduziert das Risiko von Komplikationen wie Blutungen, Infektionen, chronischen Schmerzen oder unvollständiger Durchtrennung.
2. Große Erfahrung durch hohe Fallzahlen
In urologischen Praxen und Kliniken werden Vasektomien regelmäßig durchgeführt. Routine bedeutet hier:
✔ kürzere Operationszeit
✔ schonenderes Vorgehen
✔ schnellere Erholung
✔ geringere Komplikationsrate
3. Spezialisierte Operations-Techniken
Urologen verwenden moderne, gewebeschonende Methoden und minimalinvasive Techniken (analog zur sogenannten „non-scalpel-Methode“), die Schmerzen, Schwellungen und Ausfallzeiten deutlich reduzieren können.
4. Umfassende Beratung – auch über die Operation hinaus
Ein Urologe berät nicht nur zur Vasektomie selbst, sondern auch zu:
5. Sicherheit bei seltenen Problemen
Sollte es – was selten ist – zu Beschwerden oder Fragen nach dem Eingriff kommen, ist der Urologe genau der richtige Ansprechpartner, um diese fachgerecht zu beurteilen und zu behandeln.
Kurz gesagt:
Die Vasektomie ist zwar ein kleiner Eingriff, der aber eine hohe Spezialisierung erfordert. Wer Wert auf maximale Sicherheit, Erfahrung und Kompetenz legt, ist deshalb bei einem Facharzt für Urologie in den besten Händen.
Im Rahmen des ambulant durchgeführten Eingriffs werden in örtlicher Betäubung über zwei wenige Millimeter messende Hautschnitte im Bereich des seitlichen Hodensacks die beiden Samenleiter aufgesucht, durchtrennt und jeweils um etwa einen Zentimeter gekürzt. Anschließend werden die jeweiligen Enden der Samenleiter durch Unterbindung verschlossen und in verschiedene Gewebeschichten des Hodensacks verlagert. Hierdurch ist ein erneutes Zusammenwachsen und somit eine Wiederkehr der Zeugungsfähigkeit praktisch ausgeschlossen. Die Hautschnitte werden durch feine Nähte verschlossen. Dieses Nahtmaterial ist selbstauflösend und muss nicht entfernt werden. Die Vasektomie dauert insgesamt ca. 30 Minuten.
Der operative Ablauf und das funktionelle und kosmetische Ergebnis entsprechen also der oft propagierten sogenannten „non-scalpel-Methode“ – es ist jedoch ein Trugschluss, dass die Hautkontinuität bei dieser Alternative nicht verletzt würde.
Die Vasektomie wird in der Regel unter örtlicher Betäubung sehr gut toleriert, Nüchternheit ist somit nicht erforderlich. Gleichwohl müssen wir darauf hinweisen, dass die Patienten unmittelbar nach dem Eingriff aus rein juristischer Sicht auf eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr verzichten sollten. Eine Vollnarkose ist nur in sehr seltenen Fällen erforderlich.
Sie erhalten nach dem Eingriff ein umfangreiches Merkblatt mit Verhaltensmaßregeln ausgehändigt.
In der Regel können Sie schon am ersten Tag nach der Operation wieder Schreibtischtätigkeiten durchführen. Sollten Sie schwerer körperlicher Arbeit nachgehen, empfehlen wir eine Pausierung dieser Tätigkeit für 5-7 Tage. Sport und Geschlechtsverkehr sind nach etwa 10-14 Tagen wieder möglich.
Duschen ist ab ca. 48 Stunden nach dem Eingriff wieder erlaubt.
Der Gesetzgeber deklariert folgendes: „Arbeitsunfähigkeit ohne Krankheitsursache (und ohne Krankengeldanspruch) besteht z. B. auch nach kosmetischen Operationen, die allein zur Verbesserung des Wohlbefindens oder aus sexuellen Gründen vorgenommen wurden.“
Demzufolge können wir Ihnen allenfalls formlos eine Arbeitsunfähigkeit (ohne Anspruch auf Lohnfortzahlung) bescheinigen, jedoch nicht in der üblichen Form der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU).
Nach dem Eingriff sind Sie nicht direkt zeugungsunfähig. Meist dauert es einige Wochen bis wenige Monate, bis sich keine Spermien mehr in den Samenwegen befinden. Dies hängt auch von der Anzahl der Ejakulationen ab, wobei häufig ca. 15 – 20 Samenergüsse notwendig sind, bis keine Spermien mehr im Ejakulat zu finden sind.
Wir führen bei allen Patienten jeweils nach ca. 8 und nach 12 Wochen eine Ejakulatanalyse durch. Erst wenn in zwei aufeinanderfolgenden Proben keine Spermien mehr vorhanden sind, können Sie auf weitere Verhütungsmittel verzichten.
Sexuelles Lustempfinden, Erektionsfähigkeit und Ejakulation werden durch eine Vasektomie nicht beeinflusst. Insbesondere bleibt die natürliche Ejakulation erhalten, allerdings finden sich keine Spermien mehr im Ejakulat. Auch die Menge der Samenflüssigkeit ändert sich nicht, da der Volumenanteil der Spermien am Ejakulat nur etwa 5% beträgt.
Komplikationen treten nach einer Vasektomie sehr selten auf. In den Tagen nach der Operation können bei wenigen Patienten Beschwerden wie Blutergüsse, Druckgefühl in den Hoden, Wund- oder Nebenhodenentzündungen auftreten. Diese lassen sich meist problemlos behandeln. In wenigen Fällen können sich nach einigen Monaten kleine knotenartige Gewebeeinschlüsse von Samenzellen bilden (sogenannte Sperma-Granulome). Nur in ausgesprochen seltenen Fällen (ca. 0,01%) kann es nach dem Eingriff zu einer Rekanalisierung und so unter Umständen zu einer Schwangerschaft kommen.
Die Gesamtkosten, einschließlich der Vor- und Nachuntersuchungen sowie aller erforderlichen Ejakulatanalysen belaufen sich auf rund 650 Euro. In der Regel werden die Kosten weder von den gesetzlichen noch von den privaten Krankenversicherern übernommen.
In seltenen Fällen entsteht nach einer Vasektomie doch noch einmal ein Kinderwunsch, welcher häufig durch eine neue Partnerschaft bedingt wird. Es gibt mikrochirurgische Verfahren, bei denen die durchtrennten Samenleiterenden wieder miteinander verbunden werden. Im Vergleich zur Vasektomie ist diese sogenannte „Vaso-Vasostomie“ oder „Refertilisierungs-Operation“ ein aufwändiger Eingriff, der etwa 1-2 Stunden dauert und eine Vollnarkose erfordert. Allerdings können auf diese Weise bei 80-90 % der Patienten wieder Spermien im Ejakulat gefunden werden, in ca. 50-70% tritt hiernach eine Schwangerschaft ein. Der Erfolg der Vaso-Vasostomie ist auch abhängig von der Zeitdauer, die nach Vasektomie vergangen ist. Die Erfolgswahrscheinlichkeit sinkt im Verlaufe von Jahren drastisch.
„Refertilisierungs-Operationen“ werden in unserer Urologischen Klinik im KMB Baden-Baden Balg seit über 30 Jahren angeboten.
Alternativ bestünde die Möglichkeit der sogenannten TESE (testikuläre Spermienextraktion), bei der in einer kurzen Vollnarkose über einen kleinen Schnitt Spermien direkt aus dem Hoden gewonnen werden, welche dann für künstliche Befruchtungsverfahren verwendet werden können.
Die Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) rät von einer Vasektomie ab, wenn der Mann keine feste Partnerschaft und noch keine Kinder hat, noch keine 30 Jahre alt ist, oder wenn er chronische Schmerzen im Bereich der Hoden oder eine schwere Allgemeinerkrankung hat. Des Weiteren sollte er sich nicht in einer seelischen Krise befinden.
Ambulantes OP-Zentrum · Klinikum Mittelbaden · Standort Bühl · Robert-Koch-Straße 70 · 77815 Bühl
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